ein anfang
Der erste Satz eines Buches oder einer Geschichte ist der wichtigste, schreibt Will Storr, Bestsellerautor und Journalist bei New York Times. Die ersten Zeilen deuten an, wohin die Reise gehen könnte. Sie sollten Neugier wecken, Spannung erzeugen und irritieren.
Irritiert sind wir bereits. Gespannt und (manchmal) begeistert auch. Und ohne wirklichen Plan, wohin das Ganze führen wird, sowieso. In diesem Sinne soll dieser kurze Beitrag den Beginn einer Reise markieren. Für uns beginnt sie mit dem Wort: Selah.
Wie so oft beginnt auch unsere Geschichte mit Widersprüchen: Wir arbeiten oder studieren Vollzeit, sind in verschiedene Projekte eingebunden, leben in Beziehungen und Familien. Und die wenige Zeit, die uns bleibt, verbringen wir unter anderem damit, Räume zu schaffen, um wieder zur Ruhe zu kommen (zum Beispiel mit „Rawdogging“, falls du mehr wissen willst, komm an unseren Event am 25. April 2026. Achtung: Es ist die zweite Definition im Cambridge Dictionary).
Was Hartmut Rosa als „rasenden Stillstand“ beschreibt, ist für uns gefühlter Alltag.
Technische Beschleunigung, sozialer Wandel und ein verändertes Lebenstempo, um nur einige Aspekte zu nennen, führen bei uns nicht selten zu Überforderung, Entfremdung und Erschöpfung.
(Hier ist Kim im „Flow“ zu sehen, kämpft aber gleichzeitig mit Müdigkeit, Erschöpfung und akuter digitaler Augenbelastung)
Und damit sind wir nicht allein.
In nicht wenigen Gesprächen mit Freundinnen, Freunden und Mitmenschen hören wir von der Herausforderung, im schnelllebigen Alltag Formen des Innehaltens und der Stille zu suchen.
Und wie schwierig es ist, diese umzusetzen.
Hier setzt unsere Reise mit Selah. an.
Das Wort taucht in der hebräischen Bibel, dem christlichen „Alten Testament“, auf. Die genaue Bedeutung bleibt offen. Manche verstehen Selah als musikalisches Zeichen, das zu einer kurzen Pause einlädt. Andere sehen darin eine Bekräftigung dessen, was bleibt.
Wir verstehen Selah. (auch) als Movement, in dem wir Menschen inspirieren und uns von Menschen inspirieren lassen, die im Alltag bewusst zur Ruhe finden möchten.
Verwurzelt im christlichen Glauben und zugleich offen und lernend suchen wir mit Selah. nach unterschiedlichen Zugängen zur Ruhe und teilen diesen Weg mit anderen.
Unser Traum ist, dass das Wort Selah eines Tages einen festen Platz im Sprachgebrauch findet (im Duden findet sich das Wort Sela bereits).
Darüber hinaus freuen wir uns auf alles was kommen mag.
Text: Teighan Meier